Unfallversicherung für Selbstständige: Warum die richtige Lösung mit deinem Unternehmen wächst

Unfallversicherung für Selbstständige – Übersicht der Absicherung

Wer sich selbstständig macht, investiert am Anfang vor allem Zeit und Energie in den Aufbau des Unternehmens:
Angebote erstellen, Marketing aufbauen, Kund:innen gewinnen, und die eigene Dienstleistung oder das eigene Produkt weiterentwickeln.

Versicherungen wie zum Beispiel die Unfallversicherung werden meist einmal zu Beginn angeschaut – und danach oft über Jahre nicht mehr hinterfragt.

Dabei verändert sich die Situation mit dem Unternehmen.

Was ist obligatorisch – und was nicht?

Selbstständige sind verpflichtet, Beiträge an die AHV, IV und EO zu bezahlen. Diese Sozialversicherungen sind obligatorisch.

Die Unfallversicherung ist in der Schweiz für Selbstständige hingegen ist freiwillig. Das bedeutet jedoch nicht, dass du ganz darauf verzichten solltest. Vielmehr lohnt es sich, bewusst zu entscheiden, welche Form der Absicherung zu deiner aktuellen Situation passt.

Zu Beginn reicht häufig die Absicherung der Heilungskosten

Gerade in der Gründungsphase planen viele Selbstständige bewusst damit, während einiger Monate noch kein oder nur ein kleines Einkommen zu erzielen. Entsprechend werden finanzielle Reserven für diese Zeit eingeplant.

In dieser Phase genügt es häufig, wenn zumindest die Heilungskosten nach einem Unfall abgesichert sind – beispielsweise über die Unfalldeckung der Krankenkasse.

Erzielst du daneben noch ein Einkommen aus einer Anstellung von mehr als acht Stunden pro Woche, bist du in der Regel bereits dort gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Damit sind die Heilungskosten grundsätzlich bereits gedeckt.

Sobald dein Unternehmen jedoch einen wichtigen Teil deines Einkommens erwirtschaftet, lohnt es sich, die eigene Absicherung erneut zu überprüfen.

Zwei Möglichkeiten der Unfallversicherung

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten:

Unfalldeckung über die Krankenkasse

Sie übernimmt die Heilungskosten nach einem Unfall. Es gelten Franchise und Selbstbehalt. Ein Unfalltaggeld oder ein Ersatz für dein Einkommen ist darin jedoch nicht enthalten.

Freiwillige Unfallversicherung (UVG)

Sie übernimmt ebenfalls die Heilungskosten. Zusätzlich kann sie – je nach Vertrag – ab dem 3. Tag ein Unfalltaggeld sowie weitere Leistungen, beispielsweise bei Invalidität oder für Hinterlassene, vorsehen.

Die entscheidende Frage lautet nicht: Welche Versicherung ist besser?

Viel wichtiger ist eine andere Überlegung:

Wie lange könntest du ohne Einkommen auskommen?

Kannst du deine privaten und geschäftlichen Kosten einen Monat lang tragen?

Zwei Monate?

Ein halbes Jahr?

Je nach Antwort kann die Absicherung der Heilungskosten völlig ausreichend sein – oder es wird sinnvoll, zusätzlich auch das Risiko eines Einkommensausfalls durch ein Unfalltaggeld abzusichern.

Und wie sieht es bei Krankheit aus?

Auch dieses Risiko sollte regelmässig überprüft werden.

Viele Selbstständige ergänzen ihre Absicherung später mit einer Krankentaggeldversicherung. Je nach Vertrag beginnt deren Leistung erst nach einer vereinbarten Wartefrist.

Auch hier gilt deshalb dieselbe Überlegung:

Wie lange könntest du ohne Einkommen überbrücken?

Mein Tipp

Versicherungen sollten mit deinem Unternehmen mitwachsen.

Was in der Gründungsphase sinnvoll ist, muss einige Jahre später nicht mehr die passende Lösung sein. Überprüfe deshalb deine Absicherung regelmässig – insbesondere dann, wenn dein Einkommen steigt oder sich deine finanzielle Situation verändert.

Denn die entscheidende Frage lautet am Ende nicht:

„Welche Versicherung habe ich?“

Sondern:

„Wie lange könnte ich ohne Einkommen auskommen – und passt meine Absicherung heute noch zu dieser Antwort?“

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